Wir haben eine Tochter die nicht der durchschnittlichen Normgröße der
Modeindustrie entspricht. – Und nur für alle die dann gleich sagen „selber Schuld“: Nicht jedes Kind kommt
mit den Genen eines schlechten Futterverwerters auf die Welt!
In unserem
Bekanntenkreis gibt es ein sehr schönes Beispiel dafür, dass etwas mehr
Bauch – oder dürr wie ein Hering - einfach Veranlagungssache sein kann. Der
Sohn ist so dünn dass alle Hosen Abnäher brauchen damit er sie irgendwie
anziehen kann. Die Tochter dagegen passt nicht in die normalen
Kleidergrößen da sie halt insgesamt etwas kräftiger ist. Beide Kinder
wurden immer gleich ernährt – betreiben den gleichen Sport – und sind
sicherlich keine Stubenhocker. Es kann also nicht an Ernährung und
Bewegung liegen dass der eine viel zu dünn ist und die andere ein wenig zu viel auf den Rippen hat.
Auch unsere Tochter macht schon immer mehr Sport als die meisten ihrer
Freunde, isst bestimmt weniger Süßigkeiten als die meisten ihrer Freunde –
nur dass sie halt jedes Stück Schokolade sofort ansetzt. Es liegt auch
keine Stoffwechselkrankheit oder dergleichen vor – sie ist einfach
ein guter Futterverwerter.
Nun haben wir im Laufe der Jahre leider
festgestellt dass es mit zunehmenden Alter der Kinder immer schwieriger
wird passende und modische Kleidung zu finden. Auch
moppelige Mädels möchten schick sein und kräftige Jungs cool.
Bei „langweiligen“ Sachen kaufen Mama oder Papa halt einfach ein bis zwei
Nummern größer – kürzt die Ärmel oder Hosenbeine und schon passt es.